Einmal gießen in zwei Monaten

Während der 2. Pflanzung am 01.06.2017 wurde die Klasse 5C wieder von vier sachkundigen Mitarbeitern des Vereins Ackerdemia und Ackerlehrer Markus Heinle begleitet. Somit konnten 5 Gruppen gebildet werden, welche gleichzeitig auf unterschiedlichen Beeten zusammenarbeiteten. Die Schüler begannen motiviert und hielten trotz der hohen Temperatur von 23 °C im Schatten und strahlendem Sonnenschein die Doppelstunde gut durch. Kürbis, Zucchini und Tomaten fanden im speziell angelegten Mulchbeet den richtigen Platz. Bei diesen Gemüsesorten handelt es sich um Starkzehrer, das heißt, sie verbrauchen viele Nährstoffe aus dem Boden. Der über das Jahr verrottende Mulch, welcher auf eine Höhe von ungefähr 20 cm aufgeschichtet ist, sorgt für ständigen Nährstoffnachschub. Die Gurken wurden zwischen die beiden Reihen Mais gepflanzt und im Leguminosen-Beet Kichererbsen, Sojabohnen und grüne Bohnen in drei Reihen gesät. Beim Porree gab es die Schwierigkeit, dass noch Reste der Vorkultur Kresse wuchs. Somit packten alle Schülerinnen und Schüler an und ernteten. War aber kein Problem, da ernten am meisten Freude bereitet. Dies konnten sie schon einige Tage vorher erfahren, als sie gemeinsam mit der Klasse 7B unter Anleitung von Realschullehrerin Marion Stadler den ersten Teil der Kresse probierten. Allen schmeckten die im Haushalt und Ernährungsunterricht zubereiteten Kressebrote außerordentlich lecker.

Seit der ersten Pflanzung vor zwei Monaten am 11.05.2016 musste der Acker nur ein einziges Mal gegossen werden. Trotz mehrtägigen sommerlichen Temperaturen und ohne nennenswerten langanhaltenden Niederschlag entwickelten sich die Pflanzen beständig. Bei der Pflanzung das Erdloch zu wässern, dort das Gemüse hineinzusetzen und nachträglich nicht zu gießen war erfolgreich. Dadurch wuchsen die Wurzeln tiefer nach unten, dem Wasser hinterher. Zudem wurde nach jedem kurzem Regen das Beet ungefähr 2 cm tief gehackt. Dies unterbricht die Verdunstung von Wasser, welches aus tieferen Bodenschichten durch die Kapillarwirkung an die Oberfläche gesogen wird.

Schulgarten an der Realschule Neufahrn etabliert

Am 11.05.2017 wurde an der Realschule Neufahrn die bewährte Tradition eines Schulgartens wiederbelebt, indem die Schülerinnen und Schüler das erste Gemüse pflanzten. Der Boden war weder zu nass noch zu trocken, zudem schien die Sonne – bessere Verhältnisse kann man sich nicht wünschen. Die Vertreterinnen der Gemüseackerdemie Frau Lara Sander und Frau Elena Weinart wurden zu Beginn der Doppelstunde von Ackerlehrer Markus Heinle mit der Klasse 5C begrüßt. Sie brachten die Samen und Jungpflanzen mit und legten die Pflanzorte fest. Während Herr Heinle mit dem Großteil der Klasse die Ackerfläche von Steinen und „Unkraut“ befreite, wurde in wechselnden Kleingruppen gepflanzt und gesät. Frau Sander und Frau Weinart zeigten jeweils drei oder vier Schülern detailliert, aufmerksam und geduldig das Setzen von Jungpflanzen: Loch buddeln, ausreichend wässern, Jungpflanze reinstellen und von der Seite die Erde andrücken. Schnell bemerkten die Kinder, dass die Zusammenarbeit in der Gruppe die Pflanzung beschleunigt. Einer gräbt ein Loch, der nächste gießt, ein dritter setzt die Pflanze und der vierte drückt die Erde an. Einige Gemüsesorten werden nicht gepflanzt, sondern gesät. Auch dies lernte die Klasse 5C am Beispiel von Kresse. Deren Samen sind so klein, dass man ein Hilfsmittel benötigt. Dazu hatten die Vertreterinnen der Gemüseackerdemie einen Mischbehälter und Sand mitgebracht. Nach kurzer Erklärung mischte der Schüler Elias Schönhofer die Kressesamen mit Sand und Wasser und säte aus. Wegen den rotierenden Kleingruppen, hatte am Ende der Doppelstunde jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal gepflanzt oder gesät. Als erlaubte Spickzettel stellten die Schüler Christian Root und Tim Gattig kleine Tafeln auf, welche mit Herrn Lessak im Werkunterricht von der Klasse 5C erstellt wurden. In den kommenden Wochen werden in 7 von 11 Beeten zu je 8 m² 17 verschiedene Gemüsesorten heranreifen, geerntet und verspeist:

Kresse, Sellerie, Bete, Palmkohl, Kohlrabi, Mangold, Gemüsezwiebeln, Schalotten, Pastinaken, Radies, Knoblauch, Frühkartoffeln, Fenchel, Pflücksalat, Kopfsalat, Zuckermais und Spätkartoffeln.

Die restlichen Beete werden während der zweiten Pflanzung am 01.06.2017 bepflanzt.