Inklusionsprojekt

„Inklusion muss von den Kindern und nicht von den Institutionen her gedacht werden.“

Prof. Dr. Bernd Arbeck

 

Dieses Zitat spiegelt den Grund für unser Engagement im Bereich „Inklusion“ wider. Es ist wichtig, dass wir „Brücken zueinander bauen“. Gerade deshalb machen wir es uns zur Aufgabe, gemeinsame Projekttage mit der Förderschule St. Benedikt Mallersdorf zu organisieren.

 

Es gehört mittlerweile fast zur Tradition, dass wir uns gegenseitig besuchen. Im Schuljahr 2014/2015 luden wir die Schüler der St. Benediktschule zu uns ein, um gemeinsam einen Tag lang zum Thema „Brücken bauen“ zu arbeiten. Dieser wurde von den Fachschaften Katholische Religionslehre beider Schulen geplant und organisiert. Das Inklusions-Fußballturnier der 9. Klassen, welches die Sport-Fachschaften durchführten, stellte ebenfalls ein „Highlight“ im Schulalltag beider Schulen dar.

 

„Es liegt allein an uns, ob wir aus Steinen Mauern oder Brücken bauen.“

Wertschätzung für den Anderen –

Aufeinander zugehen ohne Vorurteile

 

Inklusionsprojekt „Brücken bauen“ mit der Ganztagesklasse 6c

 

„Brücken bauen“ war das Motto beim bereits dritten gemeinsamen Inklusionsprojekttag der Realschule und der Förderschule St. Benedikt Mallersdorf. Zwölf Kinder aus der Kombinationsklasse der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Förderschule sowie 19 Schüler aus der Klasse 6c nahmen daran teil.

 

Das Thema war angelehnt an den Katholikentag 2014, der vergangenes Jahr in Regensburg stattfand. Ziel des Projektes war es, Brücken zwischen Realschülern und Förderschülern zu bauen. Vor allem ging es um die Wertschätzung des Anderen und darum, die Sozialkompetenz zu verbessern sowie das Prinzip der Unterschiedlichkeit wertzuschätzen. Die Fachschaften Religion der jeweiligen Schulen arbeiteten mit der Kunst-AG der Realschule, die vorab eine Wand mit einem bunten Brückenlogo bemalte, zusammen.

Zum gemeinsamen Projekttag kamen die Schüler des Förderzentrums mit ihren Lehrerinnen Silvia Hilmer und Katherine Krull. Der Tag startete mit Kennenlernspielen wie dem Kugellager oder Papierfliegerbasteln. Später wurden Brücken aus Papier gemeinsam geplant, erstellt und auf ihre Tragfähigkeit hin getestet. Als „Brückenbau-ingenieure“ hatten die Schüler die Aufgabe, in nur 30 Minuten aus Papier, Schere, Kleber, kleinen Holzstäben und Tesafilm eine Brücke zu bauen. Diese sollte möglichst viele Bücher tragen. In der zweiten Phase arbeiteten die Brückenteams an verschiedenen Brückenpfeilern und erschlossen sich Inhalte dafür, wie im täglichen Leben Brücken gebaut oder Versöhnungsworte gesprochen werden können, wenn die Brücke zwischen zwei Menschen zerstört wurde. De der Zusammenhang zu Jesus, der auch Brücken gebaut hat, wurde immer wieder thematisiert. Am Nachmittag durfte jeder Schüler im Werkraum ein Brückenkreuz aus Ton formen.

Einige Wochen später stand ein Gegenbesuch an der Förderschule an, um die gebrannten Kreuze miteinander zu bemalen und das Kennenlernen zu vertiefen.

 

„Es liegt allein an uns, ob wir aus Steinen Brücken oder Mauern bauen.“

 

 

 

Sandra Stierstorfer