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Das Fach Katholische Religion – ein Schulfach wie jedes andere auch?!

Das Fach Religion ist ein Schulfach wie jedes andere auch, zugleich ist es aber ein ganz besonderes Fach, denn es hat zwei Standbeine.

 

Einerseits steht die Wissensvermittlung, andererseits sehen wir Religionslehrer es aber auch als unsere Aufgabe an, den Schülern auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden einen Raum zu geben, in welchem sie Innehalten und über sich selber und „Gott und die Welt“ nachdenken können. Wir möchten sie auf diesem Weg unterstützen und versuchen, auf ihre Fragen Antworten aus dem Glauben heraus zu geben. Zudem wollen wir ihnen christliche Handlungsalternativen aufzeigen. Vielleicht können wir auch ein kleines bisschen „Wegweiser“ sein und Orientierung geben.

 

 

Der Religionsunterricht bietet mitten im Alltag Unterbrechungen an. Er lädt ein, Pause zu machen, nachzudenken, neue Kraft zu schöpfen, sich zu orientieren und sich über Ziele bewusst zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann man sich eigentlich den Himmel vorstellen?

 

Im Rahmen des Lehrplanthemas „Tot –was dann? – Hoffnung über den Tod hinaus“ sollten die Schüler der Klasse 9b ihre Vorstellungen von „Himmel“ äußern.

 

Vorgabe waren lediglich die Satzanfänge: „Himmel ist nicht ....

                                                                              Wenn ein Mensch ...

                                                                                                dann ist Himmel.“

 

S. Stierstorfer

 

Himmel ist nicht                                                                           

ein Raum im Himmel.                                 

Himmel ist nicht                                          

ein Wolkenschloss                 

oder ewige Gottesliebe.

 

 

Wenn ein Mensch

liebt,

Tränen trocknet,

immer und überall

an Gott glaubt,

ihm vertraut,

seine Liebe weitergibt,

Freundschaften pflegt,

Treue schenkt

und Gebete spricht,                

dann ist Himmel.

 

                       Verena Schröter, 9b

 

Himmel ist nicht                                                                           

ein Platz auf Wolken.                       

Himmel ist nicht                                          

der Beginn eines neuen Lebens.         

Himmel ist die Nähe zu Gott

und die unendliche Liebe.

 

 

Wenn ein Mensch

seine Fehler bereut und

bereit ist, umzukehren,

wird Gott ihm anbieten,

zu ihm zu kommen.

 

Wenn man für immer und ewig

in einer Gemeinschaft ist

und die Zufriedenheit erfährt,

dann ist Himmel.

 

                       Thomas Lätsch, 9b

Projekt mit der St. Benedikt Schule Mallersdorf

Wie riecht Basilikum? Warum brauchen wir Wasser? Und woher kommt eigentlich die Welt? - „Die Schöpfung wahrnehmen, über die Schöpfung staunen“, dies war das Thema eines gemeinsamen Projekts der Realschule Neufahrn und der St. Benedikt Schule Mallersdorf.

Für einen abwechslungsreichen Tag voll neuer Begegnungen und Eindrücke besuchte die Klasse 6D von Neufahrn zusammen mit den Religionslehrkräften Herr Helmrich und Frau Synek die 6. Klasse in Mallersdorf. Nach einem ersten Kennenlernen gingen alle ins Freie, um dort die Natur mit allen Sinnen zu erfahren. Die Schüler und Schülerinnen gaben sich Gräser, Blüten, Kräuter oder Steine in die Hand, die sie einander riechen und betasten ließen, und beschrieben einander auch, was sie sehen und hören konnten.

Einige der Gegenstände der Natur nahmen die Schüler und Schülerinnen mit, um sie anschließend in eine Schatzkiste zu legen. Schnell ging ihnen dabei auf, dass die Natur ein wertvoller Schatz ist, den wir von Gott geschenkt bekommen haben. Dieser Schatz entstand nicht innerhalb eines Tages, nein, es war ein langer Entwicklungsprozess, den die Bibel mit sieben Tagen beschreibt. Während Frau Hilmer von der Förderschule die Schöpfungsgeschichte vorlas, setzten die Schüler und Schülerinnen paarweise das Geschehen mit ihren Händen um – und zwar in Form einer Rückenmassage an ihrem Partner! Leicht tupften die Finger wenn am zweiten Schöpfungstag der erste Regen fällt, in Linien schlängelten sich die Hände über den Rücken, wenn die ersten Kriechtiere auf der Erde auftauchen.

Den einzelnen Schöpfungstagen widmeten sich die Schüler und Schülerinnen nach der Pause in einer Gruppenarbeit. Mit Zuckerkreide-Gemälden, Bodenbildern, Versuchsanordnungen oder Wortkarten drückten sie auf kreative Weise aus, wie die Welt entstanden ist. Den Abschluss fand diese Einheit natürlich mit der Erschaffung des Menschen. Und weil jeder Mensch verschieden, dabei aber genau so von Gott gewollt ist, bekamen alle Schüler und Schülerinnen ein Stück Ton, mit dem sie sich selbst, in ihrer einzigartigen Gestalt formen konnten.

Nach einem leckeren Mittagessen überreichten sich die Schüler und Schülerinnen der beiden Schulen ein Andenken an diesen Tag: eine Karte mit einem Päckchen Samen als Zeichen für das Wachsen und Gedeihen der Natur. Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Das Fazit der Schlussreflexion lautete: Es war ein schöner und interessanter Tag.

Exkursion der 7. Klassen ins Kloster Mallersdorf

Ein Kloster ist mehr als ein Gebäude. Welche Bedeutung Klöster für unseren Kulturraum bis heute noch haben, das steht im Lehrplan der 7. Jahrgangsstufe. Daher unternahmen die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen mit ihren Religionslehrerinnen eine Exkursion in das Kloster Mallersdorf.

Die „Mallersdorfer Schwestern“ waren den Siebtklässlern zwar schon vorher ein Begriff, doch lernten sie nun auch deren eigentlichen Namen und dessen Herkunft kennen: „Arme Franziskanerinnen von der Hl. Familie“. Ausgangspunkt für den Rundgang durchs Kloster war die dem seligen Nardini geweihte Kapelle, wo die Schüler und Schülerinnen viel über den Ordensgründer und die Anfänge des Ordens erfuhren.

Weiter ging es ins Refektorium, also den Speisesaal des Klosters. Hier lernten die Mädchen und Jungen, wie sich der Alltag der Ordensschwestern gestaltet. Der nächste Halt wurde vor dem modernen Auferstehungsbild in der Kirche gemacht. Sphärische Klänge erfüllten den Raum: Wie es der Zufall wollte, konnten die Schüler und Schülerinnen dort miterleben, wie die Orgel gestimmt wurde. Vorbei an der Bildergalerie der ehemaligen Oberinnen und – auf ganz leisen Sohlen - an der Anbetungskapelle, gelangten sie dann in den Veranstaltungsraum, um sich dort einen Film über die verschiedenen Aufgaben der Mallersdorfer Schwestern anzusehen. Viele staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass sich die Einsatzorte der Schwestern nicht nur auf hiesige soziale Einrichtungen, sondern bis in die Krankenhäuser Südafrikas erstrecken.

Nach einer Stärkung mit frisch gebackenem Klosterbrot setzten die Klassen ihren Rundgang in den Außenanlagen des Klosters fort. Von den Kälbchen im landwirtschaftlichen Bereich wollten sich manche gar nicht mehr trennen.  Doch die Zeit zur Rückreise war gekommen. Nach einem letzten Stopp an der Jahreskrippe  verabschiedeten sich die Mädchen und Jungen von beiden Ordensschwestern, die ihnen ein sehr kurzweiliges Programm geboten hatten, und traten per Zug die Heimfahrt an.

Wie sich bei der anschließenden Nachbesprechung zeigte, nahmen die Schülerinnen und Schüler von ihrem Ausflug ins Kloster viele interessante Eindrücke mit.