
Über Leben, Abschied und Begleitung
Einen besonderen und eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Hospizbegleitung erhielten die Klassen 9a und 9b im katholischen Religionsunterricht bei Frau Falter und Frau Rohleder. Für eine Doppelstunde waren Frau Rannersberger und Herr Salberg vom Hospizverein Landshut zu Besuch – ein Termin, der die Schülerinnen und Schüler nachhaltig berührte.
Zu Beginn stellten sich die beiden Ehrenamtlichen vor und erzählten von ihrer Arbeit im Hospizverein: von Begegnungen mit schwerkranken Menschen, von Nähe und Zuhören, von kleinen Gesten, die im Alltag oft übersehen werden, und von der Bedeutung, Menschen am Lebensende nicht allein zu lassen.
Gemeinsam mit den Klassen gestalteten sie anschließend ein Bodenbild. Verschiedene Gegenstände – Symbole für Leben, Abschied, Hoffnung oder Erinnerung – wurden in die Mitte gelegt und eröffneten einen ersten Zugang zum Thema Sterben und Begleitung.
Besonders eindrucksvoll war ein Spiel, bei dem jede Schülerin und jeder Schüler fünf Zettel erhielt, worauf sie Dinge, Werte oder Menschen schrieben, die ihnen wichtig sind. Schritt für Schritt mussten sie einen Zettel nach dem anderen abgeben bzw. wurde dieser ihnen abgenommen – ein Prozess, der vielen sichtlich schwerfiel.
So wurde erfahrbar, wie Verlust und Schicksal sich anfühlen können und wie bedeutsam es ist, Menschen in solchen Situationen nicht allein zu lassen.
Die Jugendlichen hatten sich bereits im Vorfeld Gedanken zu diesem Thema gemacht und hatten nun die Gelegenheit, sich darüber mit dem Team des Hospizvereins auszutauschen. So wollten sie wissen, wie man mit Trauernden spricht, was Hospizbegleitung konkret bedeutet, wie man selbst mit schwierigen Situationen umgehen kann und welche Erfahrungen die Ehrenamtlichen besonders geprägt haben.
Die Offenheit und Ehrlichkeit der beiden Gäste schufen eine Atmosphäre, in der auch persönliche Gedanken Platz hatten.
Am Ende blieb große Dankbarkeit – für die Zeit, die Einblicke und die wertschätzende Begegnung. Die Jugendlichen nahmen nicht nur Wissen mit, sondern auch ein Gespür dafür, wie wichtig Menschlichkeit, Achtsamkeit und Begleitung in schweren Lebensphasen sind. Der Besuch des Hospizvereins Landshut war eine wertvolle Bereicherung des Religionsunterrichts und wird den Klassen sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
